Roy Roesthuis über das Arbeiten bei VIRO

Mechatronik System Engineer bei VIRO

“Wenn du an Mechatronik interessiert bist, bist du in Twente gut aufgehoben”, so Roy Roesthuis. Der “geborene Tukker” konnte an verschiedenen Orten in den Niederlanden studieren, entschied sich jedoch für ein Studium an der Universität Twente. Er arbeitet jetzt über ein Jahr bei VIRO in der Niederlassung Hengelo als Mechatronik System Engineer. “Es passiert immer mehr im Bereich der Mechatronik und Automatisierung in der Region, auch in unserem Betrieb. Durch eine weltweit wachsende Smart Industry gibt es bei den Projekten eine große Nachfrage nach immer mehr Automatisierung. Es gibt viele Firmen, die jetzt merken, dass sie erneuern müssen um nicht in Rückstand zu geraten. Wir schauen dann gemeinsam mit den Kunden, welche Möglichkeiten es im Bereich der Software und Steuerung für ihre tägliche Praxis gibt.”

Von der Untersuchung zur Anwendung
Nach einem Bachelor Elektrotechnik und einem Master Mechatronik an der Universität Twente hat Roy ein Promotionsverfahren (PhD) absolviert.

“Bei meiner Untersuchung habe ich die Anwendung von medizinischen Robotern studiert. Ich habe mich mit der Steuerbarkeit von Nadeln beschäftigt, um z.B. eine Biopsie bei Krebs durchführen zu können. Während meines PhD habe ich die schönsten Orte der Welt besucht und viel gelernt, aber der Schwerpunkt lag auf der Veröffentlichung und ich vermisste die Anwendung. Die habe ich bei VIRO gefunden.”

Anfänglich war ich sehr gespannt auf den Umstieg von der Forschungswelt zur Wirtschaft, aber es gefällt mir ausgezeichnet!

Software Tool für Technobis
Eines der Projekte, an dem ich bei VIRO beteiligt war, ist die Entwicklung eines Software Tools für Technobis. Technobis fertigt Systeme, die mithilfe von Sensoren in optischen Fasern die Verformung eines Gegenstandes bestimmen können. Dabei kann man an die Anwendungen in der Aerospace-Industrie (Flugzeugflügel), Automotive (Crashtest Dummies) und medizinische Anwendungen (Katheter, Nadeln) denken. Aufgrund meiner Zeit an der Universität war ich bereits mit den Systemen und der Technik von Technobis vertraut. Man kam auf VIRO zu, um ein Software Tool zu erhalten, mit dem man bestimmen kann, wie die Positionierung der Sensoren in den Fasern die Genauigkeit der berechneten Verformung beeinflusst. Bei diesem Projekt habe ich die Software entwickelt und gemeinsam mit Technobis die zugrundeliegenden Algorithmen für die Berechnung der Verformung ausgedacht. Für mich war es ein schönes Projekt, weil ich dabei meine Erfahrung mit solchen Algorithmen in einer Applikation für einen Kunden anwenden konnte.

Man bekommt Chancen, indem man Chancen benutzt
“Die Arbeitsatmosphäre bei VIRO ist sehr gut; wir arbeiten hart, sind aber auch eine große Familie. Der Großteil meiner Kollegen stammt aus Twente und der Achterhoek. Ich weiß nicht, ob es so etwas wie eine Twenter Arbeitsmentalität gibt, man hört einander hier aber gut zu und arbeitet gut zusammen. Es gibt hier keine “Schau mich mal an”-Kultur. Ich hoffe auf eine zukünftige Karriere als Projektleiter oder Systemarchitekt bei VIRO. Ich durfte hier schon einmal die Rolle des Projektleiters einnehmen und das gefiel mir, meinem Vorgesetzten und dem Kunden gut. Das ist das Schöne bei VIRO: Man bekommt Chancen, indem man Chancen nutzt.”