Die Zukunft der Smart Industrial Machinery (SIM)

SIMSIM

Falls du beim Begriff “Industrielle Revolution” noch an den Beginn des 19. Jahrhunderts denkst: Zeit für ein Update. Wir sind nämlich mittendrin. Die jüngste industrielle Automatisierung entfesselt einen faszinierenden Umbruch. Mit klaren Chancen für VIRO.

Das Schlüsselwort bei dieser Bewegung ist SIM: Smart Industrial Machinery. “SIM bedeutet, dass man die Maschine nicht nur als Gerät hinnimmt, das Produktionshandlungen ausführt, sondern dass man dazu Daten über seine Funktionsweise sammeln kann. Auf dieser Grundlage kann man lernen, wie man die Maschine und das ganze Produktionssystem besser nutzen kann.” Theo de Vries und Mark Lendering sind Abteilungsleiter und Junior Software Engineer der Abteilung Software & Control von VIRO. Theo de Vries ist außerdem an einem Tag in der Woche als Hauptdozent Robotics and Mechatronics an der Universität Twente aktiv. Sie geben uns einen Einblick in die Zukunft der industriellen Produktion.

Kundenorientiertes Denken

Theo signalisiert einige wichtige Trends: “Die Zyklen, in denen die Produkte erstellt werden, werden immer kürzer. Wenn man als Maschinenbauer gute Lösungen bieten möchte, dann muss man flexibel und modular denken. Man muss extra Software hinzufügen und den mechanischen Entwurf den Wünschen der Kunden anpassen können. Der zweite Trend ist, dass Kunden ihre Maschinenbauer bitten, in der Herstellungskette mitzudenken. Der Kunde möchte ein Produkt liefern; die Maschine ist nichts mehr als ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen. Von Maschinenbauern wird erwartet, dass sie im ganzen Produktlebenszyklus mitdenken. Wir können dabei helfen. Wenn zum Beispiel bestimmte Produktionsfehler wiederholt auftreten; bei welchem Schritt in der Produktion geht es denn schief? Das Produktionsnetzwerk kann Daten sammeln, zusammenführen und analysieren. Auf diese Art und Weise lässt sich dann erklären, wieso bestimmte Sachen nicht gut laufen und wie die Verbesserungsmöglichkeiten aussehen.”

Prozesse optimieren

Ein schönes Beispiel ist Spotify: “Spotify zeichnet deine Musikwahl auf. Anschließend bekommst du Vorschläge: Das hier findest du bestimmt auch schön. Aufgrund der Datenauswertung lädt Spotify dich ein, eine andere als die dir bekannte Aktion auszuführen. Der ganze Dienst ist um die Musikerfahrung aufgebaut. Mit dem Maschinenbau kann es auch in diese Richtung gehen. Genau betrachtet möchte der Kunde nicht so sehr eine Maschine; er möchte produzieren. Maschinenbauer werden sich also immer mehr zu Lieferanten einer Produktionsfazilität entwickeln. Es geht also weiter als das Sammeln von Produktionsdaten. Es bedeutet auch Proaktivität. “Sobald SIM das Gesprächsthema ist, kommt auch ‘Das Internet der Dinge’ zur Sprache. Das beinhaltet typischerweise Informationen abholen. Das ist zu passiv. Wenn wir Automatisierung hinzufügen, berücksichtigen wir auch den Optimierungsprozess. Wie kann man in das Produktionsverfahren eingreifen? Der Kunde sollte das auch im Auge haben und darüber nachdenken.”

SIM

Berücksichtigung der Sicherheit

Das Internet der Dinge ist einer der vielen Trends, die sich in Smart Industries zusammenfinden. “Das Hinzufügen von Kommunikationseinrichtungen an Maschinen steht im Fokus. In allen Projekten ist zu beobachten, dass die Offenheit zunimmt. Man möchte überall, von jeder Stelle aus, herankommen können. Früher war die Automatisierung einer Produktionsfabrik völlig abgetrennt. Maßarbeit, mit eigenen Netzwerksystemen. Smart Industry versucht das aufzubrechen. An sich ein positives Streben, aber das muss schon auf eine sichere Art und Weise erfolgen. Denn was passiert? Tatsächlich öffnest du dein Produktionsgerät für die Welt. Damit kann man viele nützlichen Sachen machen, es macht dich aber auch verletzlich. Man denke nur an Hacker, davon hat die Welt in letzter Zeit genug Beispiele gehabt. Außerdem ist man auch abhängig von der Qualität seines Netzwerks. Sobald das stillliegt, funktioniert deine Produktionsanlage nicht mehr. Wenn man, wie wir bei VIRO, auf Smart Industrial Machinery spezialisiert ist, muss man auch die Wege kennen, um diese Probleme zu lösen.”

Roboter versus Mensch

Ein anderer Trend, der eng mit SIM zusammenhängt, ist die Robotisierung. Effizienz ist natürlich schön. Aber sind Roboter keine Bedrohung für den arbeitenden Menschen? “Wenn es um manuelle Produktionshandlungen geht, gewinnen die Roboter den Kampf mit dem Menschen. Ich hoffe und erwarte, dass stattdessen andere Arbeit entstehen wird. Wobei hat man als Mensch zusätzlichen Wert? Vor allem die jüngere Generation sollte gut über ihre Fähigkeiten nachdenken, damit sie auch in Zukunft als Arbeitnehmer attraktiv ist. Wenn die Kosten der menschlichen Arbeit kein wichtiger Faktor mehr sind, ist es gut möglich, dass aufgrund der Robotisierung wieder Arbeit zurück in die Niederlande geholt wird. Das kann eine Chance sein. Der Aufmarsch von Robotern kreiert viel Nachfrage nach Entwicklungsaktivitäten. Für VIRO ist das ein positiver Trend. Wir könnten auch dabei helfen, die Produktion in die Niederlande oder Europa zurückzuholen.”

Systemarchitektur

Maschinen in einer Produktionsumgebung sind Beispiele von Systemen, in denen die Leistung des Ganzen nicht von einem einzigen technischen Fachbereich bestimmt wird, sondern durch die synergetsiche Kombination von mehreren Fachbereichen: Informations- und Kommunikationstechnologie, sowie Maschinenbau, Elektrotechnik und Prozesstechnologie. VIRO hat seit jeher viel Know-how im Maschinenbau und hat sich in den vergangenen 20 Jahren außerdem zu einem fachübergreifenden Dienstleister entwickelt, der ausgezeichnet gerüstet ist, um den Maschinenbauer in allen Fachbereichen zu unterstützen. Nicht nur aufgrund des Einsatzes von fachlichen Experten, sondern auch indem wir den Projektteams einen Systemarchitekten, der in der Lage ist, diese Synergie zu Stande zu bringen, hinzufügen. Ein solcher Systemarchitekt ist zum Beispiel in der Lage zu identifizieren, in wieweit die maschinenbautechnische Konstruktion gut zur vorgeschlagenen mess- und regeltechnischen Lösung passt; oder wo Möglichkeiten vorhanden sind, um eine bessere Leistung der gesamten Maschine und gleichzeitig eine sparsamere Umsetzung der elektrischen Anlage zu erreichen, in dem man schlaue Lösungen für die Verkabelung wählt. Die Rolle des Systemarchitekten ist es also, die fachlichen Teilsysteme optimal aufeinander abzustimmen und die zugehörigen Schnittstellen zu definieren und zu überwachen. Er oder sie hat somit einen entscheidenden Einfluss auf das letztendliche Totalsystem.

Interessiert oder neugierig, was VIRO für Sie tun kann? Nehmen Sie Kontakt auf mit:

Theo de Vries (+31 6 292 491 79, t.devries@viro.nl)
Abteilungsleiter Software & Control
Niederlassung Hengelo
Associate professor in Intelligent Control & Mechatronics
Robotics and Mechatronics
University of Twente

Edwin Brunenberg (+31 6 535 841 23, e.brunenberg@viro.nl)
Abteilungsleiter Industrielle Projekte
Niederlassung Echt

Sie beantworten gern Ihre Fragen.

Quelle: twente.com en regioinbedrijf.nl